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Küppers, Arnd / Schallenberg, Peter

DOCAT

Was tun? Mit einem Vorwort von Papst Franziskus
Art.-Nr.: 978-3-945148-06-8
Seiten/ Ausstattung: 320 Seiten / 250 Illustration(en), farbig / 100 Foto(s), farbig
Einband: Einband - flex.(Paperback)
Verlag: YOUCAT
Erscheinungsdatum: 26.07.2016
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14,99 € 
Das religiöse Buch des Monats September

Beim Weltjugendtag in Madrid 2011 schenkte Papst Benedikt XVI. allen Jugendlichen den neu erarbeiteten Jugendkatechismus "YOUCAT". Inzwischen gibt es den YOUCAT weltweit in über 40 Sprachen und mehr als sechs Millionen Exemplaren.
Beim Weltjugendtag in Krakau vor wenigen Wochen hat nun Papst Franziskus eine Art Ergänzungsband vorgestellt: eine Einführung in die katholische Soziallehre unter dem Titel "DOCAT" - für Papst Franziskus ein wahres Herzensanliegen, was auch in seinem Vorwort zum Ausdruck kommt, in dem der Heilige Vater geradewegs formuliert: Die Soziallehre "kommt aus dem Herzen des Evangeliums. Sie kommt von Jesus selbst. Jesus ist die Soziallehre Gottes."
Die Evangelien berichten, dass ein Mann zu Jesus kam, um zu fragen: "Meister, was muss ich Gutes tun, um das ewige Leben zu gewinnen?" - und das Matthäus-Evangelium präzisiert, es sei ein junger Mann gewesen. Auch heute fragen Jugendliche mit Recht: Was ist zu tun? Und die Antwort Jesu an den jungen Mann hat ganz klar zum Ausdruck gebracht, dass es nicht genügt, individuell "die Gebote zu halten", sondern dass der Glaube an Gott immer auch eine soziale Verpflichtung nach sich zieht. Der DOCAT erklärt im ersten Kapitel, warum das so sein muss: Wenn Gott in seinem innersten Wesen Liebe ist, dann ist Liebe auch ein "Masterplan" für die Schöpfung und wir Menschen sind zur tätigen Nächstenliebe berufen.

In der für einen Katechismus typischen Frage/Antwort-Form werden dann in weiteren elf Kapiteln die Grundprinzipien der katholischen Soziallehre erklärt (Gemeinwohl, Personalität, Solidarität und Subsidiarität) und die verschiedenen Lebensbereiche menschlicher Gemeinschaft (von der Familie über Gesellschaft und Wirtschaft, Politik und Staat bis zur internationalen Gemeinschaft) sowie grundsätzliche Dimensionen sozialen Verhaltens (Arbeit, Gemeinsinn, Gerechtigkeit, Friede, tätige Nächstenliebe) in den Blick genommen.
Wie schon beim YOUCAT wurden auch in die Arbeit am DOCAT Jugendliche eingebunden, ihre Fragen und Formulierungsvorschläge aufgenommen und sie an der äußeren Gestaltung des Buches beteiligt - man merkt das nicht nur an der bewusst einfach und verständlich gehaltenen Darstellung, sondern auch an der Berücksichtigung ganz konkreter und aktueller Themen: Neue Medien, Bioethik, Bewahrung der Schöpfung, Fairer Handel, Migration - zu all diesen Fragen wird eine Antwort aus der modernen katholischen Soziallehre heraus gegeben.
Unter weitgehendem Verzicht auf spezifisches Fachvokabular wird alles durch anschauliche und wirklichkeits-nahe Darlegungen und Vergleiche erklärt, eine abwechslungsreiche Typographie, stimmungsvolle Farbfotos und humorvolle Strichmännchenzeichnungen tragen dazu bei, die Texteinheiten relativ kurz und überschaubar zu halten. In einer Randspalte wird immer wieder auf passende Schriftstellen oder Zitate berühmter Denker oder Heiliger verwiesen, am Ende jeder Antwort werden weiterführende Stellen im YOUCAT, im Kompendium der Soziallehre der Kirche oder im Katechismus der Katholischen Kirche als Möglichkeit der Vertiefung genannt. Als praktische Hilfen gibt es außerdem ein Stichwortverzeichnis sowie am Ende jedes Kapitels Auszüge aus wichtigen offiziellen Dokumenten der katholischen Kirche.

So ist das Buch eine gelungene Ermutigung für Jugendliche, die Welt aus ihrem christlichen Glauben heraus aktiv mitzugestalten und zu verändern, darüber hin-aus werden sicher auch viele Erwachsene, wenn sie sich zu diesem Thema informieren wollen, aber die doch etwas mühsamere Lektüre des "Kompendiums der Soziallehre der Kirche" von 2006 scheuen, gerne zu den unkomplizierten und lebensnahen Erklärungen greifen.

Christoph Holzapfel (Borromäusverein)